Diogenes von Sinope, ein zwischen 391 und 323 v. Chr. in Griechenland lebender Philosoph, der durch seine außergewöhnliche Lebensweise weitläufig bekannt war. Aus einer reichen Familie stammend, beschloss er sehr früh, ein Leben in absoluter materieller Armut und frei von jeglichem Luxus zu leben. Er trug spärliche Kleidung und lebte in einer alten Tonne.
Sein Bestreben nach Armut ging soweit, dass er, als er einen kleinen Jungen aus der hohlen Hand trinken sah, selbst seinen letzten Trinkbecher weg warf. Auch sämtliche gesellschaftliche Regeln und Normen waren ihm „Schnuppe“. Einen großen Teil seiner Zeit verbrachte er damit, andere zu provozieren. Er propagierte Bedürfnislosigkeit und schimpfte auf Konsumterror. Einer Legende nach soll Alexander der Große vor dem Persien-Feldzug den ihm als merkwürdigen Menschen beschriebenen Diogenes von Sinope aufgesucht haben. Auf die Gewährung eines Wunsches soll Diogenes geantwortet haben: "Geh' mir aus der Sonne!" Der Herrscher war beeindruckt und antwortete: "Wenn ich nicht Alexander wäre, möchte ich wohl Diogenes sein!"